Deeskalations-Fortbildung

Erkennen der Vorzeichen, Unterstützungsmöglichkeiten für den (pädagogischen) Mitarbeiter, Umgang mit Angst, Deeskalationsmöglichkeiten – im Alltag stellt die Auseinandersetzung mit aggressiven und gewaltbereiten Menschen eine große Herausforderung, oft auch eine Überforderung dar.

 

Im Mittelpunkt unseres Trainings geht es zum einen um das Kennenlernen und Ausprobieren von konkreten Verhaltensmöglichkeiten in Konflikt-, Bedrohungs- und Gewaltsituationen, zum anderen um den Aufbau von reflektierten Positionen zur offensiven, möglichst gewaltlosen Auseinandersetzung mit aggressiven oder gewaltbereiten Menschen.

 

Wie fühle ich mich als "Täter", wie als "Opfer" und warum? Was ist faszinierend daran, Macht auszuüben, was gefährlich? Wir arbeiten sehr praktisch und mit viel Spaß und Bewegung. Das Training beinhaltet Konfliktlösungsstrategien, es soll Situationsbewusstsein schaffen zu den Rollen: Täter, Zeuge und Zuschauer.

Hierbei setzen wir Elemente aus der Erlebnispädagogik, der Theaterpädagogik, sowie der Spiele- und Gruppenpädagogik ein. Zusammen mit Aspekten der konfrontativen Pädagogik bilden sie eine Einheit, die viele Facetten der TeilnehmerInnen anspricht.

 

  • „Wir sind nicht hilflos, wir müssen nur vermeiden, zum Opfer zu werden.“
  • „Wenige Sekunden entscheiden darüber, ob die Situation eskaliert oder nicht.“
  • „Wir müssen mit unserer Angst umgehen können, Hemmungen ablegen und wissen, was zu tun ist."

Themen & Inhalte der Deeskalations-Fortbildung:

  • Formen von Gewalt, theoretische Ansätze zur Erklärung von Gewalttätigkeit
  • Strategien und Interventionen zur Gewaltprävention
  • Analyse und Reflektion der beruflichen Problemfelder unter Heranziehung aufgetretener Aggressionsformen
  • Reflexion eigener Verhaltensmuster
  • Eigene Grenzen erkennen, benennen und verteidigen, Nein-Sagen, Abgrenzung
  • eigene und fremde Emotionen erkennen, zulassen und kontrollieren
  • Aggressionsformen in der Interaktion
  • Umgang mit Macht und Ohnmacht
  • Körpersprache und nonverbale Kommunikation
  • Möglichkeiten der Kanalisierung von Aggressionen
  • Identitätsfindung
  • Aggressivität als Vorteil
  • Selbstbild zwischen Ideal- und Realselbst
  • Neutralisierungstechniken (Vermeidungsstrategien)
  • Körperhaltung und Körpersprache – ausprobieren und erkennen
  • Wahrnehmungsübungen (Eigen- und Fremdwahrnehmung)
  • Selbstbild zwischen Ideal- und Realselbst
  • Verhalten in Opfer- und Täterrollen
  • Reflektion der persönlichen Einstellung zu der Frage: „Erlebe ich Aggression als Bedrohung oder als Herausforderung meiner Kompetenz?“
  • Umgang mit aggressiven Menschen (Deeskalationsmöglichkeiten)
  • Deeskalation in Theorie & Praxis
  • Verhalten in Gefahrensituationen mit Menschen in Ausnahmesituationen
  • Exemplarische Fallanalyse
  • Selbstschutztechniken als letztes Mittel

 

Methoden der Fortbildung:

  • Theorieinputs/Kurzreferate
  • Rollenspiele/Praxissimulationen
  • Bewegungs- und Kampfübungen
  • Konfrontationsübungen
  • Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit
  • Test auf Praxistauglichkeit – Transfer in den individuellen beruflichen Alltag

Rahmenbedingungen:

 

Gruppe:

  • Fachkräfte in der Arbeit mit aggressiven und/oder gewaltbereiten Menschen (Kunden, Klienten, Mitarbeitern, Gästen, Bewohnern, Patienten, etc.)
  • Max. 18 TN pro Fortbilder (größere Gruppen sind auf Anfrage möglich)

 

Dauer/Umfang/Termine der Fortbildung

  • 1-3 aufeinander aufbauende Module á 6 Stunden (ins. 18 Stunden)
    • 3 Tage im Block
    • oder 2 Tage im Block und Tag 3 nach 3-6 Monaten als "update"

 

Leistungen:

  • konzeptioneller Vor- und Nachbereitung
  • ausführliches telefonischem Vorgespräch
  • Materialkosten
  • Pressegespräch (wenn gewünscht)
  • Teilnahmezertifikat
  • ausführlichem telefonischen Auswertungsgespräch
  • digitalem Handout (Folien & Flipchats)